Haben die Wölfe Kreide gefressen?
Ja, Wölfe sind sie schon, schön eingebräunte Wölfe in den Pfaden unseliger Vorgänger, die Agitatoren und Agitatorinnen der SVP. Sie reiten auf den Wellen der emotionalen Volksgunst, sie schüren Vorurteile und Pauschalisierungen ganz bewusst, sie schämen sich nicht, frech stolzierend ihre Wahl- und Abstimmungserfolge zu zelebrieren. Noch schrecken sie vor fackeltragenden und blasmusikgeprägten Aufmärschen zurück, aber mit lautem Schellengeläut und Alpenjodel decken sie die Stimme einer liberalen Vernunft zu und nebeln ein einst stolz demokratisches Land langsam aber sicher ein.
Und nun scheinen sie Kreide gefressen zu haben. Die St.Galler SVP sagt Nein zum Umwandlungsssatz. Die nationale SVP verbündet sich mit Herrn Minders Abzockerinitiative. Besserung in Sicht? Nein, sage ich, vielmehr neue Rauchpetarden, um des Volkes Gunst zu gewinnen und sich national-neutral-isolationistisch vor internationalen Abmachungen wie der Menschenrechtscharta und den sie schützenden Gerichten verstecken zu können.
Ich wiederhole, was ich hier schon früher sagte: Die NSDAP schaffte es 1932 auf deutlich mehr als 40%. So weit kann es auch bei uns kommen.
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