Gruss der bosnischen Muslima:
«Gelobt sei Jesus Christus»Die Baldegger Schwester Madeleine Schildknecht schreibt in ihrem Rundbrief aus ihrem Wirkungsort Sarajewo, Bosnien:
«Auf meinem Weg zur Arbeit am frühen Morgen überhole ich oft eine alte Frau. Sie ist Muslimin. Alle paar Meter steht sie still, auf ihren Stock gestützt, und erhebt die freie Hand zur Gebetsgebärde. «Gelobt sei Jesus Christus,» begrüsst sie mich und atmet ein paarmal schwer durch, bis sie wieder sprechen kann. Sie ist herzkrank, manchmal hungrig, weil die Rente nirgendwohin reicht, schon gar nicht für Medikamente, Sohn und Schwiegertochter sind arbeitslos und haben nicht genug für ihre beiden Kinder. Mit dem alten katholischen Gruss drückt sie tiefen Respekt aus, und ich höre im Weitergehen, wie sie mit dem Rest des Atems für mich Segen und Glück erbittet.»
Übrigens: Sehr viele «unserer» Muslime stammen aus Bosnien, wo – wie das obige Beispiel zeigt – ein sehr toleranter Islam gelebt wird. Wer in ihnen vor allem «Fundamentalisten» sieht, beweist, wie wenig orientiert er ist …
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