Gott allein sei Preis und Ehr...
Gibt es eine Auferstehung der Orden durch Reformen ? Ich denke es braucht eine Herz-Operation.
Die religioesen Ordens-Stifter waren in der Kirche eine Art «revolutionaere Helden«, ERNEUERER.
Sie haben ein zeitgemaesses Gottesbild, eine zeitmoderne Jesus-Nachfolge, eine historische Situation miteinander zu einer christlich genannten Spiritualitaet verwoben. Ein erstaunliches KUNST-WERK.
Ihrem Vorbild eiferten die Nach-Folger nach. Und ihre Leisung ist beachtlich.
«Leider» hat sich die Kirche und die Welt, das Gottes- und Jesus-Verstaendnis aber noch mehr die Menschen-Gesellschaft, die Kulturen weiter entfaltet…
«Daher»: Im starren Blick auf ihre Heiligen Gruender, in der Abkehr von der Welt-Entfaltung, im Festhalten der gewonnenen Macht und der historischen Reichtuemer sind die Orden erstarrt… und wie es sich in der evolutionaeren Natur gehoert… sie sterben ab; gottseidank sterben sie aus.
Ihre Ehre wird ein Platz im historisch-soziologischen Museum (mit dem Slogan: «Frei fuer Gott allein«.
Armut: Frei von allen irdischen Reichtuemern werden sie frei fuer den einzigen Reichtum «Gott».
(manichaeischer Dualismus)
Gehorsam: Frei von allen «weltlichen Diktaturen», gehorsam unterworfen nur dem Allmaechtigen, werden
sie frei zum Vollzug des Willens Gottes. (Ohne zu fragen: wer bestimmt, was denn als «Wille
Gottes» gilt; und wo bleibt die Selbst-Verantwortung? )
Keuschheit: Frei von allen menschlichen Beziehungen (und dessen Durcheinander, Freuden und Leiden) dem Herrn Jesus (und durch ihn dem Hl. Gott) allein an-vertraut.
Heute aber kommt die Psychology, die den Menschen als WIR versteht; die Theology, die Gott inkarnatorisch (pan-en-theistisch) glaubt; die Pastoral, die sich inclusive (nicht exclusive) einsetzt; die Kulturwissenschaft, die den Wert der Sprache schaetzt…
Wie weiter ???
Nachdem sogar der Jesuiten-Papst Refomen anmahnt (nicht nur wegen der sinkenden Zahl), ist die Problem-Diagnose unentbehrlich.
Meine Diagnose sagt: Die Ausblutung ist das Problem.
Wie bei der H. Messe das Blut Jesu weiss symbolisiert ist (damit das Symbol ja nicht verstanden wird),
so ist Armut, Gehorsam. Keuschheit theistisch Gott-zentriert und menschlich nicht nur nicht verstanden sondern sogar verachtend, wenn nicht gar zerstoerend: Es heisst dann: Armut versklavt, Gehorsam erniedrigt, Keuschheit vereinsamt. Der Lebenssaft (Blut) ist «Gott geopfert», ausgegossen fuer den Einen – und das Herz steht still. Jesus dagegen hat sein Herzblut den Menschen angeboten «nehmet und drinket alle davon… hingegeben fuer das Leben der Welt«. Um diese Botschaft zu torpetieren wird in der Kath. Messe nur der Priester das Wein-Blut trinken, so wie nur die Religioesen (Orden) Gott «ganz lieben» koennen (ohne durch Menschen-Liebe gestoert oder verwirrt zu werden). Einige versteigen sich zur Rede von der Ganz-Hingabe. Der Lebenssaft der religioesen Menschen wird durch den blutdurstigen Gott allein getrunken.
Zugunsten der Menschen-Welt koennten die Geluebde verheutigt werden:
Armut wird zum «teilen» / Gehorsam wird zum «zusammen-arbeiten» / Keuscheit wird zum «vielfach vernetzt«. Eine neue christliche Spiritualitaet, sogar effektiv befreiend, attraktiv einigend koennte so die Verkoerperung des Geistes Jesu animieren.
Aber wenn menschliches Herzblut von Gott exclusive vereinnahmt wird, ist fuer Reformen kein Platz mehr.
Tote reformieren nicht mehr – sie sind total de-formiert.
Die «Aufgeweckten» sind unsere Hoffnung…
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