Walter Ludin

Gerechtigkeit, Friede, Bewahrung der Schöpfung: Einladung nach Mainz

Viele von uns erinnern uns an die Versammlung Gerechtigkeit, Friede, Bewahrung der Schöpfung/GFS vom Mai 1989 in Basel. Im nächsten Frühjahr wird eine ähnlich ausgerichtete, allerdings weitaus kleinere Versammlung in Mainz stattfinden. Ich habe die Ehre, zu den Erstunterzeichnern der Einladung zu gehören. Hier eine (von mir gekürzte) Skizze zu Anliegen und Ablauf verfasst von meinem «alten» Freund Ulrich Schmitthenner:
 
Eine ökumenische Versammlung wird für 30. April bis 4. Mai 2014 nach Mainz einberufen. Ihr Motto lautet «Die Zukunft, die wir meinen – Leben statt Zerstörung». Die Frage «Wir können wir und alle anderen gut leben?» formuliert ein erster Aufruf und nennt als  Leitbild das «Buen Vivir».
In einem neuen Aufbruch gegen manche Ermüdungserscheinung soll die Versammlung den gemeinsamen Weg von Christen und Kirchen für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung fortsetzen. Dieser Konziliare Prozess ist das beste Zeugnis für die Einheit von Christen und ihre Weltverantwortung. Er wurde vor just drei Jahrzehnten eingeleitet, in Vancouver 1983, und hat zu einer spirituellen Tiefenvernetzung der Christen beigetragen. Er baut auf der biblischen Glaubenstradition auf. Die innersten Beweggründe werden geteilt, die Herzen berührt.
Auf der Liste der unterzeichnenden Einladenden für die OeV 2014 finden sich über sechzig Einzelpersonen und Organisationen. Es lohnt sich, die Liste durchzugehen und nach Bekannten zu forschen. Man kann sich auch selbst eintragen.
Als Referentinnen für Mainz konnten bereits gewonnen werden Geiko Müller-Fahrenholz (»Heimat Erde»), Ulrich Duchrow (»Gieriges Geld»), der Journalist Andreas Zumach aus Genf, seine Kollegin Ulrike Herrmann (als Moderatorin), Konrad Raiser, früherer Generalsekretär des Weltrates der Kirchen, die Bischöfin em. Bärbel Wartenberg-Potter, vom Befreiungstheologen Leonardo Boff aus Brasilien liegt eine mündliche Zusage vor, die frühere Bischöfin und Ratsvorsitzende der EKD, Margot Kässmann, wird sich mit einem Grusswort an die Versammlung wenden.
Dutzende Workshops befinden sich in Planung und werden Auswirkungen auf einen kommenden Pilgerweg zeitigen. Kulturelle Schwerpunktsetzungen, Stärkungsmöglichkeiten für moderne Allmende und Gemeineigentum, Förderung von regionalen Wirtschaftskreisläufen und dezentraler Energiegewinnung, Möglichkeiten für Kirchengemeinden, für Caritas und Diakonie, nährende kleine Stadtgärten, so und ähnlich lauten Ideen. In der Schweiz und in Österreich sind Unterstützerkreise tätig.
Der Anstoss zur OeV 2014 stammt v.a. von dem beharrlichen Befreiungstheologen Peter Schönhöffer, der im Kuratorium der Stiftung Oekumene sitzt, und dem Oekumenischen Netz in Deutschland. Projektträger der Oekumenischen Versammlung ist die Stiftung Oekumene. Mittlerweile nehmen an den Vorbereitungstreffen mehr als zwanzig Personen teil.
Das Büro der OeV 2014 ist seit kurzem in der Mainzer Innenstadt erreichbar: Oekumenische Versammlung, cand. theol. David Erbenich, Bonifatiusplatz 1,  55118 Mainz, E-Mail: buero@oev2014.de.
Die Website bietet die Möglichkeit zum Austausch auf einem Forum und demnächst zur Anmeldung: www.oev2014.de .
 

12. Oktober 2013 | 01:02
von Walter Ludin
Lesezeit : ca. 2  Min.
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