Heinz Angehrn

Geisterbahn 14

Nochmals blickte er zurück zum Billetthäuschen, sah das Gesicht der Chefin durch das seitliche Fenster aber wie verzerrt und falsch. Und wie nun der Arbeiter sein Wägelchen anstiess, wie er alleine drin sass, niemand zur Seite, um mit ihm zu lachen oder zu schreien, wie das bunte Höllentor des Eingangs ihm entgegen kam, so brach aller Enthusiasmus zusammen, und die nackte Panik meldete sich. Hatte die Chefin nicht zum Schluss geradezu falsch und höhnisch gelächelt, hatte ihn der Arbeiter nicht mit spöttischen Augen betrachtet? Was, wenn nun denn doch da drinnen alles, was Ingo je Angst gemacht hatte, und noch viel mehr, auf ihn wartete, um ihn zu quälen, ja innerlich zu zerreissen? Und so schloss Ingo, kaum hatte sich der Höllenschlund geöffnet, die Augen, drückte sie fest zusammen, ja steckte sich die Finger in die Ohren, um das Heulen weniger hören zu müssen.

21. September 2011 | 08:00
von Heinz Angehrn
Lesezeit : ca. 1  Min.
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