Geisterbahn 12
Er nickte, was in Anbetracht seiner schon beträchtlichen Nachmittagsverspätung irgendwie stimmte, andrerseits aber doch auch recht unredlich war. Und so bat ihn die Dame, die er selber als Frau des Besitzers der Geisterbahn interpretierte, in der nahen Metzgerei ein Pfund Gehacktes zu holen und gab ihm auch das dazu nötige Geld. Ingo kannte sich in der Gegend aus, erreichte die Metzgerei in kurzer Zeit und erledigte seinen Einkauf. Beim Rückweg stieg in ihm eine Hoffnung hoch, die ihn trotz der Nässe und Schwere seiner Schuhe zu eiligem Gehen zwang. Wäre es vielleicht möglich, dass er irgendeinen Dank für seine Hilfe, ja, kaum zu denken wagte er dies, eine Fahrt auf der Bahn erhalten würde? Wäre es vielleicht so noch heute möglich, sich endlich einweihen zu lassen vom Grausig-Geheimnisvollen hinter den scheppernden Türen der Bahn? Ingo sah seine Chance gekommen, einen Schritt weiter zu gehen über den weiten Abgrund, der ihn so oft von seinen Kollegen, schon gar solchen vom Schlage Retos, trennte.
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