Walter Ludin

Gaza und der Antisemitismus; und eine einseitige Stellungnahme

Es sei hier klar und deutlich festgehalten: Antisemitismus ist nie und nimmer vertretbar. Er ist vielmehr stupid, weil er mit Vorurteilen arbeitet.
Aber ebenso: Nicht jeder, der den Staat Israel kritisiert, ist Antisemit.
Und auch: Wenn die Jüdisch/Römisch-katholische Gesprächskommission zurecht den neu aufkeimenden Antisemitismus anklagt, könnte man auch erwarten, dass sie Israels völlig unverhältnmässige Reaktionen auf die Bombardierungen durch die Hamas kritisiert (auf der einen Seite über 1000, auf der andern Seite Dutzende von Toten, wobei auch hier jeder zu viel ist). Schade, die Kommission fördert durch ihre Stellungnahme ihre Glaubwürdigkeit keinesweges.
Hier noch eine Kurzmeldung:
In einer Erklärung hat die Jüdisch/Römisch-katholische Gesprächskommission (JRGK) bekannt gegeben, dass sie «mit Entsetzen und Besorgnis» von den antijüdischen Äusserungen, Übergriffen und Gewaltausbrüchen an zahlreichen Solidaritätskundgebungen für Gaza in Europa in den letzten Tagen Kenntnis nimmt. Ausgelöst durch den Raketenbeschuss Israels durch die Hamas und die israelische Gegenoffensive in Gaza werde Europa gegenwärtig von einer massiven Welle des Antisemitismus erfasst, heisst es weiter.
Und noch ein Fakt:
Dass u. a. auch Krankenwagen stark von den israelischen Angriffen betroffen sind zeigt, dass kein Ort in Gaza sicher ist. Aus einem Blog. Mehr dazu unter:
http://www.amnesty.ch/de/laender/naher-osten-nordafrika/israel-besetzte-gebiete/dok/2014/blog-in-gaza-ist-es-nirgends-sicher
 

2. August 2014 | 01:08
von Walter Ludin
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