Konzilsblogteam

Frieden

Die Berliner Mauer war erst knapp zwei Jahre alt. Die Kubakrise lag ein halbes Jahr zurück. Die Welt befand sich im Kalten Krieg – und der Abgrund einer atomaren Katastrophe gehört zum Hintergrundbild des Konzils wie die Gerichtsszenen der Sixtinischen Kapelle zur Papstwahl.
Johannes XXIII. sah an der Gefahr nicht vorbei. Seine Sorge um den Frieden liess ihn alte Gräben überwinden. Auch Kommunisten konnten Menschen guten Willens sein. Wenn es dem Frieden diente, so sprach nichts gegen eine gute Kooperation. Das waren ganz neue Töne aus dem Vatikan, der über lange Zeit seine Feindbilder eifrig gepflegt hatte.
Längst gab es schon eine Friedensinitiative, die sich ausgerechnet mit dem höchsten christlichen Fest verband: Die Ostermärsche. Menschen guten Willens machten ihre Friedenshoffnungen und Bedrohungsängste in vielen Ländern sichtbar, sie gingen auf die Strasse, sangen und demonstrierten – Prozessionen der Friedenssehnsucht. Johannes XXIII. wird bald noch deutlicher zu dieser Art gemeinsamer Ostern, gemeinsamer Hoffnung und gemeinsamen Lebens aufrufen.
(ab)

31. März 2013 | 00:03
von Konzilsblogteam
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