Markus Baumgartner

Freundlichkeit verändert die Welt

Freundlichkeit kann unser Gehirn und Verhalten verändern. Das belegen wissenschaftliche Studien. Und Freundlichkeit kann sogar die Welt verändern, indem sie zu einer weltweiten Bewegung wird. 

Besonders wirksam sind sogenannte «Random Acts of Kindess» (spontane Taten der Freundlichkeit). Kleine gute Taten, oft an Wildfremde gerichtet. Ohne eine Gegenleistung zu erwarten. Zum Beispiel im Starbucks mal den 12-Franken-Kaffee des nächsten Kunden mitbezahlen. Einfach so. Oder den Lift aufhalten für eine gerade ankommende Person. Oder von ganzem Herzen lächeln. 

Die Stiftung Random Acts of Kindness hat beeindruckende Studienergebnisse zusammengetragen. «Freundlichkeit ist die einzige Sache in der Welt, die sich verdoppelt, wenn man sie teilt», heisst es im Videoclip «The Science of Kindness» (Die Wissenschaft der Freundlichkeit). Studien haben gezeigt, dass auch nur gerade eine zufällige Tat der Freundlichkeit pro Tag sowohl den Stress als auch Angst und Depression senken. Im Körper fliessen die gleichen Hormone und machen sowohl die Hilfsperson als auch den Empfänger der Hilfe ruhiger, gesünder und glücklicher. Ausgelöst wird das von den Hormonen Serotonin, Endorphin und Oxytocin. Die Freundlichkeit ist also sehr freundlich zu uns.

Liebe ist ein Verb

Auf der Website der renommierten Harvard Business School erzählt Harvard-Absolvent und Pastor Mike Robertson von seinem Programm der Freundlichkeit mit dem Namen «Love Kindness Program»: «In diesem Programm ist Liebe ein Verb. Wir müssen den Wert der Freundlichkeit wesentlich erhöhen. Das könnte für mich einen wirklichen Unterschied in der Welt bedeuten. Wenn wir diese Freundlichkeit an sich verstehen würden – dass wir

Freundlichkeit tatsächlich als das Wichtigste ansehen, das wir tun müssen, als die Grundlage für alles andere, was wir tun. Dann, so scheint es mir, hätten wir einen enormen Einfluss nicht nur auf die Art und Weise, wie wir unser Geschäft betreiben, sondern auch darauf, wie wir miteinander umgehen.»

In diesen Chor gibt es auch eine Stimme des früheren US-Präsidenten Barack Obama: Als er am Begräbnis des früheren Kongressmitglieds Elijah E. Cummings sprach, erklärte er: «Ich sage meinen Töchtern … ein starker Mann zu sein, schliesst ein, freundlich zu sein. Da ist nichts Schwaches an Freundlichkeit und Mitgefühl.» Ist es schwierig, freundlich zu denen zu sein, die eine stark andere Meinung haben? Natürlich, es erfordert Selbstbeherrschung und Reife, wie alles andere, was sich lohnt. Christen haben aber eine ideale Grundlage, wie uns mehrere Psalmen berichten: «Danket dem Herrn, denn er ist freundlich und seine Güte währet ewiglich.» Und im Hohelied der Liebe in 1. Korinther 13 schreibt Paulus: «Die Liebe ist langmütig und freundlich.»

Freundlichkeit füllt mit Energie 

Je mehr Menschen solche zufällige Taten der Freundlichkeit täglich vollbringen, desto mehr breitet sich diese «Epidemie» aus. Freundlichkeit kann neben dem Gehirn daher auch die Welt verändern. Sie macht nicht nur uns selbst glücklich, sondern auch die anderen Person. Aus einer einzigen guten Tat kann also eine weitere werden, und dann noch eine. Es kann zu einer positiven Kettenreaktion führen.

Bild Quelle unsplash
11. Mai 2020 | 21:46
von Markus Baumgartner
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