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Freiheit der Aussprache und Austausch

Lorenz JägerAm 24. April 1961 teilt Lorenz Kardinal Jäger seinem Berliner Amtsbruder Julius Kardinal Döpfner mit, was er von Augustin Bea über die Arbeit in den Vorbereitungskommissionen erfahren hatte: «Man hört … Klagen über die Behinderung der freien Aussprache in der theologischen Kommission und neuerdings auch in der Commissio Liturgica bei der Diskussion über die Verwendung der Muttersprache in der Liturgie» (Dö 145).
Bereits am 13. April 1961 hatte Lorenz Kardinal Jäger Kritik an der Arbeitsweise der Theologischen Kommission geübt, «die die Arbeitsweise des Hl. Offiziums weithin auf die Kommission überträgt und dadurch den Verkehr sehr erschwert. Eine grössere Offenheit und mehr Erfahrungsaustausch mit den anderen Kommissionen wäre sehr wünschenswert, da weder ein besonderer Gnadenbeistand noch auch die Unfehlbarkeit dem Hl. Offizium und der theologischen Kommission vom Herrn zugesichert worden sind» (Dö 138).
Julius DöpfnerIn den Notizen Döpfners für eine Audienz bei Papst Johannes XXIII. am 6. Mai 1961 ist ein Absatz über die Freiheit der Aussprache eingeklammert und somit wohl nicht vorgetragen worden. Immerhin kann er den Wunsch nach Austausch zwischen den Kommissionen äussern und findet hierzu Gehör beim Papst (vgl. Dö 149.153).(emf)

29. Juli 2012 | 00:03
von Konzilsblogteam
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