Frauenverbände erwarten vom Konzil
Im Vorfeld des Konzils, im Juli 1961, gingen die Konzilseingaben zweier katholischer Frauenverbände nach Rom. Sie formulierten die Erwartungen von Katholikinnen an das Konzil.
Der «Zentralverband der katholischen Frauen- und Müttergemeinschaften» (heute kfd) hat – ganz demokratisch – seine Mitglieder befragt und anschliessend eine elfseitige Eingabe erstellt. Am umfassendsten waren die Vorschläge zur Liturgie, etwa zur Muttersprache, zur Allerheiligenlitanei (kurz: mehr heilige Frauen, mehr heilige Ehepaare) oder zur Wahl des Tauftermins – auch die Mutter sollte an der Taufe ihres neugeborenen Kindes teilnehmen können. Weitere, von den Mitgliedern geäusserte Erwartungen waren etwa die Anerkennung konfessionsverschiedener Ehen oder die Wiederbelebung des ständigen Diakonats von Männern und Frauen.
Der Katholische Deutsche Frauenbund (KDFB) formulierte in seiner Konzilseingabe die Erwartung, dass die Arbeit von ehelos, aber nicht in einem Orden lebenden Katholiken auch durch die Kirche besser anerkannt wird.(Regina Heyder, aus: «Ein Sprung nach vorn», Katholikentag 2012)
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