Flüchtlingspolitik
Staatsräson oder Menschlichkeit?Aus dem gestrigen KIPA-Dienst:Rom, 18.5.11 (Kipa) Der Vorsitzende der italienischen Bischofskonferenz, Kardinal Angelo Bagnasco, hat Italien und die Europäische Union zu einer langfristig angelegten Flüchtlingspolitik aufgerufen. «Neuartige Ausnahmesituationen und nicht vorhersehbare Zeiten» erforderten eine weitsichtigere und wirksamere Antwort, sagte Bagnasco am Mittwoch während eines Besuchs auf der Mittelmeerinsel Lampedusa. —–
Diese Meldung erinnert mich an den Schluss des Krimis Tatort vom letzten Sonntag. Es ging um die Besetzung eines deutschen Patroullien-Botes, die sich am Untergang eines Flüchtlingsbootes vor Malta schuldig machte, mit mehr als 70 Toten. Am Schluss ruft die Kapitänin, es gehe um Staats-Räson: «um Europa und unsere Werte». Wütend entgegnet die Kommissarin: «Es geht um Menschlichkeit.»Damit ist das Dilemma sehr gut ausgedrückt. Und wir müssen uns entscheiden, was für uns wichtiger ist. Wobei europäische «Werte», die sich um Menschlichkeit foutiert, zweifelhafte Werte sind ….
Die Rechte sämtlicher Texte sind beim Katholischen Medienzentrum. Jede Weiterverbreitung ist honorarpflichtig. Die Speicherung in elektronischen Datenbanken ist nicht erlaubt.


