Fleisch am Knochen
Erst der ausführliche Bericht zur gestrigen Medienkonferenz macht klar, dass die geplanten «Normen» so wohl gestorben sind. Bischof Markus als Präsident der SBK sagte, dass es kein Zurück hinter die Position geben werde, die 1997 von Weihbischof Henrici und Kirchenratspräsident Reich formuliert worden ist. Und die zitiere ich noch so gerne wortwörtlich:
«Eucharistische Gastfreundschaft Schliesslich kommen wir zu einem schmerzlichen Thema. Das Zeichen der Kircheneinheit, die Eucharistie, ist uns zum Zeichen der Trennung geworden. Zwei verschiedene kirchliche Auffassungen des Abendmahles stehen sich gegenüber. Für die Reformierten ist es Christus, der alle, die an ihn glauben, zu seinem Tisch einlädt. Darum werden auch Katholikinnen und Katholiken zur Teilnahme am Abendmahl in reformierten Gottesdiensten eingeladen. Für die katholische Kirche ist dagegen die Eucharistie so sehr das Zeichen der Kircheneinheit, dass sie erst in einer geeinten Kirche gemeinsam gefeiert werden kann. In manchen Gemeinden beider Konfessionen wird schon heute als Vorwegnahme dieser Einheit eucharistische Gastfreundschaft geübt. Sinn dieser Gastfreundschaft kann es nicht sein, dass Menschen unvorbereitet am Mahl teilnehmen. Vielmehr soll das Gewissen jedes und jeder Einzelnen respektiert werden, damit sie nach redlicher Selbstprüfung im Sinne ihrer Konfession am Mahl teilnehmen. Durch eine Erwägung der konfessionellen Unterschiede im Eucharistieverständnis wird man nicht zuletzt den Glauben der anderen Konfession besser verstehen und das beiden Konfessionen Gemeinsame schätzen lernen.
Kirchenratspräsident Ruedi Reich Evangelisch-reformierte Landeskirche des Kantons Zürich Weihbischof Peter Henrici Römisch-katholischer Generalvikar für den Kanton Zürich»
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