Fernab von der Welt
Römisches Denken(Ich habe noch zahlreiche Ideen für Blog-Einträge «auf Lager». Wenn ich hier häufig aus einem Artikel von F.X. Kaufmann zitiere, dann nicht, weil mir nichts anderes einfiele. Ich finde seine Gedanken sehr zutreffend. Das Folgende hat er noch vor der Papstrede von Freiburg geschrieben. Diese Rede über die Ent-Weltlichung bestätigt Kaufmanns Thesen leider vollumfänglich ….)
Das römisch-vatikanische Denken macht sich unempfindlich gegenüber der Geschichte. Deshalb sind ihm Geschichts- wie Sozialwissenschaften auch verdächtig. Die soziale Vermittlungsgestalt der Kirche wird verdrängt. Das Heilsgeschehen wird in einer transzendenten Sphäre verortet, obwohl Jesus doch real und unter bestimmten historischen Umständen für uns gestorben ist. Die Apostelgeschichte zeichnet ein realistisches Bild der damaligen Verhältnisse. Die Heilsgeschichte kann sich nicht außerhalb der Weltgeschichte ereignen, sondern allein durch sie. Es ist wunderbar genug, dass sich die Leuchtkraft des Messias Jesus bis in unsere Zeit erhalten hat, durch alle Wirren der Kirchengeschichte und insbesondere der Vatikangeschichte hindurch. Das aber wird nicht im römischen Denken bedacht.
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