Felix Gmür und die Asylsuchenden
Und die CVP?
«Wenn Menschen aus dem Ausland zu uns kommen, heisst das nicht, dass sie einfach nur von uns profitieren wollen.» Bischof Felix Gmür betonte dies in einem Interview mit der Zeitung «Die Schweiz am Sonntag». Die Kirche habe einen politischen Auftrag. Auf die Frage, was dies bedeute: " Sie muss den Finger auf wunde Punkte legen, bei denen sie findet, dass sie dem Evangelium widersprechen.»
Dazu weiter: «Ich habe das Gefühl, dass die Schweiz auf der Ebene der Politik noch nicht richtig begriffen hat, dass wir ein Teil der Welt sind und nicht bloss eine Insel. Global denkt die Schweiz vor allem dort, wo es um die ökonomischen Rahmenbedingungen geht. Aber es gibt auch menschliche und soziale Rahmenbedingungen. Wenn Menschen aus dem Ausland zu uns kommen, heisst das nicht, dass sie einfach nur von uns profitieren wollen. Sie fliehen auch vor schlechten Lebensbedingungen. Die Schweiz, die von ihren weltweiten wirtschaftlichen Aktivitäten profitiert, könnte sich vermehrt für eine Verbesserung der sozialen Rahmenbedingungen einsetzen. Die nordeuropäischen Länder engagieren sich hier zum Beispiel mit einem bedeutend höheren Anteil ihres Bruttosozialprodukts.»
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Gerade auch im Hinblick auf die Asyl-Abstimmung von Anfang Juni sind dies sehr brisante Worte.
Übrigens: Woher kommt es, dass die CVP in solchen Fragen meistens mit den Rechtsnationalisten politisiert. In dieser Partei ist auch einer der grössten Hardliner auf diesem Gebiet, der Zuger Gerhard Pfister. Solange dort solche Leute das grosse Wort führen, kann die CVP schadlos mit der SVP fusionieren.
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