Es wird immer bunter
Kirchenleitung gibt Zeichen der SchwächeLaut Spiegel online wurde den Priestern, die im Bistum Freiburg i.Br. in einem Dokument mitgeteilt haben, sie würden geschiedene Wiederverheiratete zur Kommunion einladen, von der Kirchenleitung Sanktionen angedroht. Aus der Meldung:
Zollitsch und sein Generalvikar Fridolin Keck haben die Priester nun eindringlich ermahnt, ihre Unterschrift zurückzuziehen. In dem Schreiben an jeden einzelnen der 177 ungehorsamen Priester heißt es drohend: «Ausdrücklich muss ich Sie darauf hinweisen, dass unsere Erzdiözese keine generelle und undifferenzierte Praxis billigen kann, die eigenmächtig gegen Vorgaben der Weltkirche verstößt.» Mit der Unterschrift unter das Memorandum hätten sich die Pfarrer «bewusst über das geltende Kirchenrecht hinweggesetzt», dies sei «unangemessen und nicht hilfreich». «Unbarmherziges Verhalten gegenüber gutwilligen Katholiken» Im Namen von Erzbischof Zollitsch, so fordert es Generalvikar Keck, «bitte ich Sie, das Dokument nicht zu unterzeichnen beziehungsweise eine gegebene Unterschrift zurückzuziehen.» Die Webseite der Rebellenpriester zeigt seit heute Nachmittag das Ergebnis des Drucks von oben live an. Um 16.30 Uhr zeigte sie 177 Unterzeichner, von denen einer seine Unterschrift zurückgezogen hat. Die Initiatoren des Priester-Memorandums wollen sich weiter zur Wehr setzen und werfen Papst und Kirche ein unbarmherziges Verhalten gegenüber gutwilligen Katholiken vor, denen mit dem Abendmahl bis ans Lebensende das vielleicht wichtigste Sakrament für Gläubige verweigert wird. Wozu soll ich da noch Sonntags in die Kirche kommen? Das fragen sich schon lange die Betroffenen. «Die Menschen in den Gemeinden sollen erkennen, wo wir stehen», einigten sich die 13 Initiatoren und bekennen sich weiterhin dazu, trotz des Drucks auch erneut verheirateten Geschiedenen die Kommunion zu erteilen.Volltext:http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/177-priester-und-diakone-rebellieren-gegen-den-papst-a-838436.html———————–Wer so harsch reagiert, zeigt wohl, dass ihm die Argumente ausgegangen sind.Zudem: Kardinal Schönborn reagierte viel gelassener auf die Pfarrer-Initiative, obwohl diese noch viele andere Forderungen aufstellt.
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