«Ende des Sozialstaates»
Aber weiterhin: Den Reichen gehört die SchweizSehr eloquent schreibt Thomas Held in seiner neuesten Kolumne im «Magazin» (des Tages-Anzeigers usw.) das Ende des Wohlfahrtsstaates herbei. Fast möchte man ihm glauben: dem einstigen eidgenössischen Rudi Dutschke von 1968 – dem späteren Chef-Ideologen des hiesigen Kapitalismus (er war lange Chef der entsprechenden «Denkfabrik»). Doch dann lege ich das «Magazin» beiseite und lese die «Neuen Wege» (»Beiträge zu Religion und Sozialismus»). Gleich auf der ersten Seite lese ich in einem Artikel von Felix Senn, dass in der Schweiz die Reichsten 1 % der Bevölkerung gleich viel besitzen wie die restlichen 99 % zusammen. Es braucht nicht viel Phantasie, um die beiden Dinge miteinander zu kombinieren …
PS Held tadelt die Schweizer Sozialdemokraten, weil sie stur an den Errungenschaften des Sozialstaates festhalten. Sie sollten sich ein Beispiel nehmen an der SPD (unter Schröder) und ihrer «Reformagenda». Wie war das doch noch? Diese Agenda stürzte Millionen ins Prekariat. Und bescherte der SPD katastrophale Wahlergebnisse wie noch nie in ihrer langen Geschichte.
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