Einige Unkorrektheiten zur Nationalsportart
Ein richtiger Hype ist über uns hereingebrochen im Blick auf die grösste Schweizer Sportveranstaltung. Fast könnte man meinen, es sei eine patriotische Pflicht, diesen Anlass als grösstes Ereignis des Jahres einzustufen. Mit inniger Freude halte ich dem entgegen. Diese Sportart steht auf meiner persönlichen Rangliste weit unten, schon noch vor dem Motorsport (denn der gehört verboten) und auch dem Profi-Fussball (zu dem habe ich mich hier schon genügend geäussert), aber nicht viel weiter oben, DENN:
a) Sie ist unästhetisch. Es gibt ja nicht mal Gewichtsklassen. So ist es eine Art Schweizer Sumo-Würgen und -Drücken, einfach in mehr Kleidung.
b) Sie ist nicht besonders gerecht. Weder gibt es eine Auslosung noch eine eine nationale Rangliste als Grundlage für die Paarungen. Nein, kleine Männerclubs entscheiden hinter verborgenen Sägemehlbergen, wer mit wem würgen darf/muss. (PS: Ich bin sicher, würde ein Zivi oder – noch schlimmer – ein bekennender Schwuler antreten, er bekäme die schlimmstmöglichen Gegner).
c) Sie ist soziokulturell nur für einen bestimmten Teil unseres Landes die national edelste Tätigkeit. Mehr sage ich hier besser nicht.
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