Eine Sexualmoral, die «am Leben vorbeigeht»
Krise von Ehe und Familie: nicht wegen «moralischem Verfall»
Hier unkommentiert wichtige Bemerkungen zu Sexual- und Ehemoral der Kirche – verfasst von einem Polen…..
Scharfe Kritik an einer kirchlichen «neurotischen Fixierung» in Fragen der Sexualmoral und der Ehe- und Familienpastoral hat der Innsbrucker Dogmatiker Jozef Niewiadomski geübt. Diese Fixierung betreffe die Bereiche Empfängnisverhütung und den «Schutz der Ehe durch die Jagd auf den Sündenbock wiederverheiratete Geschiedene», betonte der Theologe im Interview mit der Kärntner Kirchenzeitung «Sonntag». Angesichts der tatsächlichen Probleme – «Es gibt eine Krise der Familie» – sei dies «eine zu enge Sicht».
Die von Niewiadomski diagnostizierte Krise sei «nicht durch einen moralischen Verfall bedingt», sondern durch Veränderungen in der Gesellschaft. Die Kirche tue daher gut daran, die Familie in dieser neuen Situation zu stärken: «Ich glaube aber nicht, dass sie dadurch gestärkt wird, dass wir den bisherigen Umgang mit wiederverheirateten Geschiedenen oder den bisherigen Umgang im Hinblick auf die Empfängnisverhütung beibehalten. Das geht am Leben der Menschen vorbei.»
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