Walter Ludin

Ein «verzweifelt optimistischer» Israeli

Er ist einer der bekanntesten israelischen Schriftsteller, steht zu seinem Staat und kritisiert ihn trotzdem: David Grossmann.
Im Libanonkrieg verlor er seinen Sohn und schreibt nun ein Buch darüber. Hier ein Abschnitt: «Mein Verhältnis zu Israel ist seit dem Tod meines Sohnes noch geladener. Aber es war für mich nie die Frage, ob ich in Israel leben will oder nicht. In diesem Land haben Juden nach achtzig Generationen in der Fremde endlich eine Heimat gefunden. Aber seit der Besetzung 1967 leben wir in Israel nicht das Leben, das wir leben könnten. Wir haben uns an ein Leben in Furcht gewöhnt. Es müsste doch anders gehen – aber nur ,wenn wir Frieden haben.»
In der Siedlungspolitik, die den Palästinensern systematisch nach und nach ihr Land wegnimmt, sieht Grossmann ein Hindernis für den Frieden. Sie würde «Stabilität verhindern». Trotz allem: David Grossmann ist «verzweifelt optimistisch».
Das erwähnte Buch «Aus der Zeit fallen» ist bei Hanser erschienen.

4. Juli 2013 | 01:17
von Walter Ludin
Lesezeit : ca. 1  Min.
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