Walter Ludin

Ein organisierter Dank ...

…. für den PapstIso Baumer in seinem bereits zitierten Vortrag:»1968, nach der Publikation der Enzyklika «Humanae vitae» von Paul VI., erfuhr ich aus sicherer Quelle, dass der Nuntius in Bern die Schweizer Bischöfe aufgefordert habe, dem Papst dafür ein Dankesschreiben zu schicken. Ich schrieb dem Nuntius im feierlichsten Italienisch, das sei absolut unglaubwürdig, denn Bischöfe wüssten doch sicher selbst, was tunlich sei. Natürlich kam keine Antwort, worauf ich schrieb, ich sei entsetzt, dass das Gerücht stimme. Später traf ich Bischof Hänggi, der mir lachend erzählte, der Nuntius habe ihn auf meinen Brief hin angesprochen und gefragt, ob er – Hänggi – mich dazu aufgefordert habe! Bischof Hänggi habe dem Nuntius geantwortet, dass es in seiner Diözese einige Leute gebe, die selber wüssten, was sie zu schreiben hätten.»——————————–Ebenfalls aus jener Zeit: Einem Mitarbeiter der päpstlichen Kurie fiel auf, dass auf allen Presseberichten über Humanae vitae, die dem Papst vorgelegt wurden, ein grosses P stand. Kurz darauf fand er eine Beige anderer Artikel mit einem grossen N – die dem Papst vorenthalten wurden. «P» stand für «positiv», «N» für «negativ». So werden sogar Päpste von der Kurie manipuliert.

17. Januar 2012 | 01:16
von Walter Ludin
Lesezeit : ca. 1  Min.
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