Konzilsblogteam

Ein engagierter Brief des Papstes

Mit Datum vom 6.1.1963, Epiphanie, schreibt Papst Johannes XXIII. den Brief Mirabilis ille «an alle und jeden, insbesondere die Bischöfe der katholischen Kirche». Darin wird die Freiheit der Konzilsväter hochgehalten: Sie haben das Recht, ihre Vorstellungen zu den Dekreten vorzuschlagen, zu diskutieren und entsprechende Texte vorzubereiten. Mehr noch, es wird die Verpflichtung betont, sich für die Konzilsarbeiten zu engagieren, nicht nur in der Konzilsaula. Diese Pflicht «beinhaltet auch, während dieser acht Monate geistlich mit den Mitbrüdern im Bischofsamt vereint zu bleiben und Eifer in der Korrespondenz zu zeigen, wann immer die Kommission unter dem Vorsitz Unseres Kardinalstaatssekretärs eine Bitte an Sie richtet». Weil das Konzil alle Menschen angehe, sei dafür auch Zusammenarbeit mit Klerus und Laien erforderlich.Wegen des hohen persönlichen Engagements von Papst Johannes XXIII., das sich in diesen Weisungen Ausdruck verschafft, kommt, hat man den Brief auch ein Testament des Papstes genannt. Es stützt diejenigen, die darauf drängen, in der Intersessio Zeichen der Erneuerung zu setzen, um für die zweite Konzilssession eine bessere Ausgangsbasis zu schaffen.(emf; vgl. A 2,433f)

6. Januar 2013 | 08:11
von Konzilsblogteam
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