Konzilsblogteam

Ein bitterer Ausklang

Die letzte Woche der dritten Konzilssession, die «Schwarze Woche», weckt in vielen der Konzilsväter Unmut und lässt sie enttäuscht und resigniert zurück.
Henri de Lubac, zu dieser Zeit selbst durchaus schon kritisch gegenüber manchen Entwicklungen im Umfeld des Konzils, notiert am 19. November 1964 heftige Reaktionen: «Das ist kein Konzil mehr», «Das ist ein Rückschlag für die Kirche», «Es ist nutzlos, noch zur vierten Session nach Rom zurückzukommen» (Lu 2,333).
Ein Bischof, «kein Progressiver», sagt nach den Vorgängen um die Erklärung zur Religionsfreiheit: «Wir wurden wir Kinder behandelt» (Ry 418).
Bischof Franz Žak schreibt in seinen Aufzeichnungen: «Die Vorgangsweise gefällt mir in dieser letzten Woche auch nicht, vor allem, dass nach erfolgter Abstimmung noch Änderungen (wie beim Ökumenismus sogar 19!) und einengende Interpretationen, ‹auctoritate superiore› eingeführt werden». Wenigstens solle unmissverständlich deutlich gemacht werden, dass es der Wunsch des Papstes ist (Z 42).
Dass die Manöver im Hintergrund auf diese Weise manifest werden, werten einige insofern positiv, als so auch die Naiven verstehen, was abläuft.
(emf)

1. Dezember 2014 | 00:08
von Konzilsblogteam
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