Heinz Angehrn

Ein bisschen blochern

Herr Blocher hat eine schon lange vorhandene These aus der Unternehmensführung zu zweifelhaftem Ruf gebracht:»Es gibt keine schlechten Untergebenen, sondern nur schlechte Chefs.»
Wenn wir von der Verwendung durch CB absehen und gleich ins kirchliche Milieu hineinspringen, erkenne ich eine gewisse Wahrheit (absolute Wahrheiten gibts sowieso nur im Sprachspiel – ich verneige mich wieder einmal vor dem grossen Denker, der heute in der Presse gewürdigt wird): Gute kirchliche Vorgesetzte erkennen das Potential in ihren Mitarbeitenden, motivieren sie, trauen ihnen etwas zu. Das MAG wird zum Gespräch über die Frage, was der/die Kollege/in denn auch noch könnte. Schlechte kirchliche Vorgesetzte (etwa in der berüchtigt patriarchal-klerikalen Variante) verunsichern und reduzieren den Mitarbeitenden zum Befehlsempfänger.

22. Januar 2013 | 07:53
von Heinz Angehrn
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