Ein als «Papstkritiker» verschrieener lobt Franziskus von Rom
Hans Küng kritisiert in seinem neuesten Buch die Einschätzung, der Papst sei «nur ein Mann der vielen Worte».
Weiter in einer Meldung der österreichischen katholischen Nachrichtenagentur: «Der Theologe verweist auf Reformen bei der Vatikanbank IOR. Wörtlich schreibt Küng über Franziskus: «Er hat durch seine direkte Sprache, seinen antikurialen Lebensstil und seinen Appell an das Evangelium die ganze Atmosphäre innerhalb des höfisch-römischen Systems mit seinen Seilschaften und Abhängigkeiten gründlich verändert.» An der Kurienreform werde intensiv gearbeitet.
Zudem habe der frühere Erzbischof aus Buenos Aires «Männer aus Südostasien und Ozeanien in das bisher eurozentrische Kardinalskollegium aufgenommen». In Lampedusa habe Franziskus die europäische Flüchtlingspolitik und vor dem Europäischen Parlament in Strassburg die kapitalistische Wirtschaftsordnung kritisiert.
Unübersehbar ist für Küng, dass es dem Papst in den oft «selbstherrlichen und unprofessionellen Organen der Kurie» an reformfreundlicher Unterstützung fehle. Mit Blick auf die Namenswahl schreibt Küng, «faktisch stellte und stellt Franz von Assisi die Alternative zum römischen System dar». ——————–
In der Meldung heisst es weiter, Küng gehe es den Umständen entsprechend gut. Er verbringe den Sommer in seiner Heimat Sursee. Übrigens: Ich bin acht Kilometer von dort aufgewachsen und sage jeweils im Ausland in kirchlichen Kreisen: «Ich gehöre zum gleichen Stamm wie Hans Küng.» Wir hatten übrigens im Gymnasium in Sursee den gleichen Mathematiklehrer, der schon vor 50 Jahren stolz erklärte: «Jawolll, Hans Küng war mein Schüüüler.»
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