Heinz Angehrn

Edward Schillebeeckx

Nun würdigt auch «theologiekurse.ch» den in hohem Alter Verstorbenen. Es tut dies mit dem Editorial von Felix Senn, dem Abdruck der quasi offiziellen Würdigung durch seinen Nachfolger Hermann Häring (aus der Homepage von www.wir-sind.kirche.de) und Auszügen aus dem 1993 geführten Gespräch zwischen Schillebeeckx und Francesco Strazzari (dt. Übersetzung bei Exodus Luzern 1994). Daraus das für mich Bleibendste:
«… Ich habe mittlerweile aus Erfahrung gelernt, dass die Religion, die das grösste Gut des Menschen und für den Menschen ist, auch dazu instrumentalisiert werden kann, den Menschen zu demütigen, zu erniedrigen und sogar – an Leib und Seele – zu foltern. Das ist auch der Grund, warum vor allem in den letzten Jahren in meinem theologischen Denken die Verteidigung des Menschen, von Mann und Frau, so sehr im Vordergrund steht. Es handelt sich dabei viel mehr um eine Verteidigung der Menschen gegen die inhumanen Ansprüche der Religion als um eine Verteidigung der Religion gegen die illusorischen Ansprüche der sündigen Menschen, die wir alle sind.»

18. Februar 2010 | 11:29
von Heinz Angehrn
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