Doppelte Identität des Laien?
Kopfzerbrechen bereitete den Mitgliedern der Kommission über das Laienapostolat auf ihrer am 26. Januar 1965 beginnenden Sitzung die Frage, was eigentlich die Identität des Laien und des Laienapostolats ausmache: «Bezüglich der Definition des Laien und seiner besonderen Eigenart im Unterschied zur allgemeinen Aktivität der Christen in der Welt und hinsichtlich des gesamten Handelns der Kirche zur Verherrlichung Gottes entfachten einige Anmerkungen von Klostermann und Ménager lebhafte Diskussionen, die jedoch nicht zu einer ausreichenden theologischen Klärung führten.» (A 4, 663).
Vielmehr blieb das gesamte Treffen, das bis zum 29. Januar 1965 dauerte, geprägt von der Frage der theologischen Dimension des Laienapostolats. «Bei jeder Gelegenheit brach sie wieder auf, ohne dass es jemals gelungen wäre, Klarheit zu schaffen. So kam es, dass bezüglich der ‹Ziele› des Apostolates mit der Unterscheidung zwischen direktem und indirektem Apostolat darüber diskutiert wurde, dass im Laienchristen zwei Identitäten gleichzeitig gegeben seien, nämlich die Identität als ‹civis› und die Identität als ‹fidelis›. Die einen betonten die Unterscheidung zwischen beiden, die anderen dagegen betonten deren gegenseitige Durchdringung» (ebd.)
(mq)
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