Sibylle Hardegger

Die Samen in Lappland

Nach der grossartigen Nordlichttour zog es mich wieder südwärts nach Jokkmokk. In Jokkmokk findet immer in der ersten Februarwoche der Markt der indigenen Bevölkerung Lapplands, der Samen, statt. Eine einzigartige Gelegenheit die Kultur der Samen kennenzulernen. 
Etwas abschätzig werden die Samen manchmal einfach Lappen genannt. Die rund 90’000-140’000 Samen leben im Norden von Norwegen, Schweden, Finnland und Russland. Die Samen selbst nennen ihr heutiges Siedlungsgebiet Sapmi. Früher waren sie hauptsächlich Rentierzüchter und Halbnormaden. Heute hat sich viel von diesem romatisierneden Bild zerschlagen. Nur noch ca. 15 % der Samen haben heute noch mit der Rentierzucht zu tun. Nichts desto trotz kann man einige stolze Rentiere aus der samischen Zucht am Markt von Jokkmokk sehen. Besonders beeindruckt hat mich das vielfältige Kunsthandwerk, das angeboten wird. Silberschmuck, Pelzarbeiten, aus Horn geschnitzte Gebrauchsgegenstände, bunt gewobene Schals und vieles mehr. 
Wer sich über das Verkaufsangebot hinaus interessiert, findet zur Zeit des Samimarktes in Jokkmokk unzählige Angebote, in die Sprache, Musik, Geschichte und Politik der Samen einzutauchen. Workshops und Ausstellungen sind so zahlreich, dass zwei Besuchstage in Jokkmokk kaum ausreichen. 
Eine herzliche Empfehlung an alle, die etwas abseits der Touristenpfaden eine Kultur der Minderheit entdecken wollen!

 

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8. Februar 2015 | 13:59
von Sibylle Hardegger
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