Die nächste Hässlichkeit
Was «Jenufa» erahnen und befürchten liess, setzt sich in Zürich ungebremst und unbehindert fort. Nachdem bei der Balletinszenierung von Prokofjews «Romeo und Julia» durch Christian Spuck etwas Hoffnung aufkam, wird auch die nächste Produktion absurd hässlich. Jeder einzelne dieser 270 Franken kann geschickter eingesetzt werden. Nicht einmal die Hoffnung, dass Christoph Marthaler und Frau Viebrock einfach eine ihrer depressiven Leer-Landschaften erstellen würden, erfüllt sich. Nein, o pfui, o Hässlichkeit hoch drei, Georg Friedrich Händels Musik und die geniale Stimme von Anne Sofie von Otter werden unter dem Titel «Sale» (ja: Ausverkauf) in eine öd-hässliche Kaufhauslandschaft, neben der das Glattzentrum geradezu der Garten Eden ist, gesetzt.
Shame on them!Und wisst Ihr was: Machen wir doch auch einmal «Räumungsverkauf» mit all diesen Regisseuren. Marthaler für 50 Franken, Konwitschny für 20 Franken, Kusej für 50 Rappen. Wer zuerst ist, darf sie wüten lassen.
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