Die klärende Definition
Im Umfeld des Todes von Wolfgang Sawallisch (den ich als Student in München mehrmals erleben durfte, wenn ihm damals die prominenten Gastdirigenten wie Karl Böhm und Carlos Kleiber auch oft die Rosinen wegpickten) wurde wieder einmal über das Verhältnis von Musik, Libretto und Inszenierung bei Opernaufführungen debattiert, ein Verhältnis, das auch ich hier häufig thematisiere.
Mit Sawallisch bin ich bei folgender Definition völlig einig: Bei der Aufführung einer Oper hat die Inszenierung der Musik zu dienen. Das ist ihr primärer und edelster Zweck. Ist das Gegenteil der Fall, spricht muss die Musik einer queren Inszenierung dienen, ist dies reine geistige Perversion (letzter Teil der Definition von mir, nicht von Sawallisch!).
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