Die Kirche passt(e) sich dem «Zeitgeist» an
«Das gesamt Eherecht stammt in seien Wesenszügen aus dem Hochmittelalter, das geistliche Amt ist vom Tridentinum geprägt, die Liturgie ist byzantinisch.» So schreibt Horst Herrmann schon vor Jahrzehnten in seinem Bestseller «Die sieben Todsünden der Kirche», das mir kürzlich wieder in die Hände kam.
Damit stützt der Autor seine These: Die Kirche «versucht noch immer, hundertfätig vorenommene Adaptionen an vergangene Gesellschaftsformen und Ideologien als ‹zeitlos gültige› Aussageweisen auszugeben.»
Im Klartext: Vor Jahrhunderten hat sich die Kirche an den damaligen «Zeitgeist» angepasst. Nun tut sie so, als ob sie dabei «ewige Wahrheiten» verkünden würde. Gleichzeitig weigert sie sich, sich an heutige kulturelle Standards anzupassen; zum Beispiel an demokratische Strömungen. Lieber bleibt sie monarchisch und behauptet, Jesus habe es so gewollt ….
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