Die Kirche bleibt eine Monarchie, trotz sympathischem Monarchen
Es darf auch wieder mal gesagt sein: Die (katholische!) Kirche ist immer noch eine absolute Monarchie. Trotz sympathischen Monarchen. Ein ORF-Bericht:
Theologen kritisieren Kirche als zu monarchisch
Sozialethiker fordern, die katholische Kirche solle weniger monarchisch geführt werden als bisher und innerkirchlich mehr Freiheiten gewähren. Der kirchliche Autoritätsanspruch kollidiere mit der Anerkennung der Menschenrechte.
Kritik an mangelnder Beteiligung von Laien und Frauen soiwe an den Freiheitsrechten und der Anerkennung autonomer Lebensführung äusserten die Sozialethiker Marianne Heimbach-Steins (Münster) und Daniel Bogner (Luxemburg) im Vorfeld einer Tagung an der Universität Münster, wie die Hochschule am Donnerstag mitteilte.
Innerkirchlich hinten nach
Der kirchliche Autoritätsanspruch kollidiere mit der Anerkennung der Menschenrechte durch die Kirche vor 50 Jahren in der Enzyklika «Pacem in terris» von Papst Johannes XXIII., kritisieren die Theologen. Als positiv bewerten sie das von Papst Franziskus vorgelegte Reformprogramm, das dem menschenrechtlichen Anspruch besser gerecht werde.
Unterschied zwischen aussen Nach Ansicht der Wissenschaftler fordert die Kirche in vielen Ländern nach aussen Menschenrechte ein, innerkirchlich wende sie diese jedoch nur unzureichend an. Es mangele an einer Beteiligung von Laien und Frauen, an Freiheitsrechten und an der Anerkennung autonomer Lebensführung von Christen.
«Das monarchische Prinzip, das die Kirche als Institution seit der Spätantike bestimmt, kollidiert mit dem menschenrechtlichen Anspruch auf Freiheit und Gleichheit und den daraus folgenden Ansprüchen auf Autonomie und Beteiligung der Menschen an der kirchlichen Verantwortung», kritisiert Heimbach-Steins.
Die Rechte sämtlicher Texte sind beim Katholischen Medienzentrum. Jede Weiterverbreitung ist honorarpflichtig. Die Speicherung in elektronischen Datenbanken ist nicht erlaubt.


