Die Ideologie ...
… hinter dem norwegischen MassenmörderAus einem Beitrag der Sonntags-Zeitung:
Breivik als «kranken Einzeltäter» abzutun, greife zu kurz, findet auch der Zürcher Soziologe Kurt Imhof. «Er ist Teil dieser rechtspopulistischen Strömung, die in den vergangenen 15 Jahren Europa erfasst hat.» Für den Historiker Georg Kreis – ein FDP-Mitglied – ist das «typische, sich selbst schonende Inkonsequenz in der Deutung von Verbrechen». Im Fall des norwegischen Terroristen sei nur «ein Spinner» verantwortlich, im Fall von muslimischen Terroristen aber «eine ganze Religion, Kultur, Ideologie».
Kreis sagt weiter: «Mit dieser einseitigen Einstellung wird der pseudoreligiöse, kulturelle, ideologische Hintergrund des norwegischen Täters ausgeblendet und es muss nicht zugegeben werden, dass diese Tat recht gut zu den Allmachtsfantasien und den Säuberungs- und Vernichtungswünschen des Rechtsextremismus passt.» Kreis betont aber, dass für ihn die Propagandisten rechtsnationaler Ideologie an Oslo «nicht eine direkte Mitverantwortung haben».
Die Frage, auf welchem Nährboden der Massenmörder seinen Hass aufbaute, wird in ganz Europa diskutiert. In Österreich geriet die FPÖ ins Visier, in England die Englische Liga der Verteidigung, in Frankreich der Front National. Und in der Schweiz nun die SVP. ————————-Wichtig scheint mir vor allem der Hinweis: Bei Terroristen, die Muslime sind, wird eine ganze Religion angeprangert …
Die Rechte sämtlicher Texte sind beim Katholischen Medienzentrum. Jede Weiterverbreitung ist honorarpflichtig. Die Speicherung in elektronischen Datenbanken ist nicht erlaubt.


