Die guten Erinnerungen
Und die sind:
a) Die Beteiligung von Karol Woytila beim Fall der Eisernen Mauer und beim Zusammenbruch der totalitären kommunistischen Staaten. Er hat der Welt durch sein Engagement mehr Luft zum Atmen geschenkt. Zusammen mit Ronald Reagan und Michail Gorbatschow bildet er ein sehr ungleiches Trio, dem wir zu Dank verpflichtet sind.
b) Das Friedensgebet in Assisi. Nicht unbedingt die Worte dabei, sondern das hochsymbolische Zeichen, das er setzte, als er sich auf die gleichene Ebene wie den Dalai Lama und die anderen Religionsführer stellte. Nicht zu Unrecht toben und wüten die rechten Ultras über nicht so sehr wie über dieses Ereignis in seinem Pontifikat.
c) Und schliesslich die unglaubliche Tatsache, über die die Ultras noch mehr toben, dass er wohl der erste Papst in der Geschichte war, der sich für Fehler der Kirche in der Vergangenheit entschuldigte. Und das lässt ja hoffen, dass seine Nachfolger sich für seine Fehler entschuldigen werden (von denen der anerkanntermassen schlimmste der seltsame Versuch einer Dogmatisierung des Ausschlusses der Frauen vom Priesteramt war). Insofern hat er Massstäbe für Jahrhunderte gesetzt.
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