Die Griechenlandkrise ...
… und KretaVorgestern kam ich nach einem dreiwöchigen Ferienaufenthalt aus Kreta zurück. Schon oft wurde ich inzwischen gefragt, was ich von der Griechenlandkrise mitbekommen habe.Die Antwort lautet vorerst: Nichts! Die Kreter sind damit beschäftigt, uns Touristen zu verwöhnen. Zum Demonstrieren haben sie keine Zeit ….Indirekt ist die Krise sichtbar durch die Tavernen, die dieses Jahr geschlossen sind. In «meiner» Stadt Rethymnon sind es schätzungsweise etwa fünf Prozent; in einem kleinen Dörfchen, das für die Einheimischen so etwas wie Kretas Sommerfrische ist, sind es noch mehr. Die Griechen haben kein Geld ….Im Gespräch mit unserem Sakristan habe ich dies deutlich erfahren. Sein ältester Sohn hat in Athen ein Möbelgeschäft. Seit langem läuft nichts mehr. Er musste das eigene Haus vermieten und in die Zweitwohnung seiner Eltern ziehen. Diese finanzieren auch weitgehend das Studium ihrer Enkel.Also: Wenn man hinter die Kulissen schaut, sieht man einiges Krisenhaftes.PS. Für uns als Touristen hat die Krise wegen des tiefen Euros grosse Vorteile. Es ist schon ein Unterschied, ob man für 100 Swiss Francs über 80 Evro (so lautet die griechische Aussprach des Euro) bekommt oder wie vor zwei Jahren wenig über 60.Eine persönliche Bemerkung: Obwohl ich noch nicht sehr fit bin, habe ich die Flüge und die sechs Messen in bis zu sieben Sprachen gut überstanden. Allerdings habe ich wenig unternommen – und ein bisschen gelesen: 8 Bücher mit rund 2700 Seiten.
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