Deus in Machina
Auch ich war neugierig – so setzte ich mich in den Beichtstuhl der Petereskapelle in Luzern. Etwas hilflos zwar, im Bewusstsein dass der virtuelle Jesus kein Dialekt versteht. Die Verlorenheit schien das kaum sichtbare Bild zu bemerken, so vernahm ich gleich die Geschichte vom verlorenen Schaf. Beschäftigt hat mich natürlich die zur Zeit aktuelle Frage des Atomausstiegs – da wusste Jesus sogleich, dass Adam und Eva in einem ähnlichen Dilemma steckten. Auf Fragen nach feministischer Theologie kam dann auch schliesslich die Frau am Brunnen. Die Antworten waren aber darauf ausgerichtet, mir bei Verlorenheit Rat zu geben. Geschlechter kann er nicht differenzieren – so kam auch noch der verlorene Sohn zur Sprache.
Dass nun – wo alles von KI spricht – auch die Kirchen mit der Zeit gehen – für diese Darstellung habe ich aber nur wenig Verständnis. Wie wäre es mit Experimenten im Religionsunterricht. Anstelle des Beichtunterrichtes könnte Kindern die Möglichkeit geboten werden, die Technik zu nutzen statt alleine einem Priester (Mann) gegenüber zu sitzen. Für erwachsene Menschen erwarte ich eigentlich eine altersangepasste religiöse Auseinandersetzung.
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