Der Unterschied
Gerade beim Lesen von Monika Renz wird mir ein Unterschied bewusst, der mich schon länger umtreibt. Nicht nur ich, sondern wohl auch viele andere waren unangenehm berührt von diesem Terminus «Kultur des Todes», den der abgetretene Pontifex so gerne benutzt hat und der von seinen Epigonen reichlich zitiert wird (darum war es ein Glück, dass nicht Kardinal Scherer von Sao Paulo Papst wurde, der genau auch in dieser Gedankenwelt lebt, sondern ein Angehöriger der Societas Jesu, also ein Mitbruder von Pierre Teilhard de Chardin!). Die moderne Welt auf Basis der unzähligen naturwissenschaftlich-technologischen Entdeckungen und Entwicklungen ist ein faszinierender Aspekt von Gottes grossem Werk der Evolution. «Und alles war gut», das gilt noch heute! Das «Tödliche» an dieser Welt ist nicht der geistige Impetus, ist nicht, dass fast alles «machbar» ist, sondern der Umgang des überforderten Schöpfungswesens Mensch mit ihr. Dass es diese faszinierende Vielfalt verkommen lässt zu reiner Beliebigkeit, zu einer «just4fun»-Mentalität, zu einer McDonaldisierung alles Schönen, Wertvollen und Guten, das ist nicht einmal eigentlich »tödlich», das ist vielmehr einfach töricht und der eigenen Berufung (»als Abbild Gottes schuf er ihn/sie») unwürdig.
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