Der politische Unfug des Jahres
Ich bin nicht überhaupt kein rechtsaussen stehender Mensch, SVP und AUNS sind mir mit ihren plakativen Kampagnen mehr als zuwider (und wenn die politische Linke plakativ wird wie gerade bei der harmlosen Tankstellen-Vorlage, auch die!), aber es gibt eben Themen, bei denen ich ihnen recht geben muss.
Wie das: Nun will der Zürcher Stadtrat beschliessen, dass die Organisationsform «Primarschule mit Mittagstisch» in bestimmten Quartieren für alle Familien/Schüler für obligatorisch erklärt werden soll. Ich bin sehr für das Angebot eines Mittagstisch an möglichst allen Schulen, ich wehre mich aber dezidiert gegen jede Form eines Obligatoriums. Es steht dem Staat nicht zu, derart schwerwiegend in die Freiheit des/r Bürgers/in, in dem Fall in den der Familien, einzugreifen. Ich sehe keine Form einer Güterabwägung in dem Fall, wo der Wert auf der anderen Waagschale höher als der der Freiheit gewichtet werden kann. Die Schweiz ist doch nicht mit Nordamerika und seinen riesigen Distanzen an Schulweg zu vergleichen.Und wenn ich dann noch höre, dass ein Obligatorium die tolle Folge hätte, dass alle Schüler/innen schon um 14.00 Uhr vor dem Schulhaus bzw. auf der Strasse stehen dürfen, dann bin ich endgültig verschnupft. What a nonsense!
Die Rechte sämtlicher Texte sind beim Katholischen Medienzentrum. Jede Weiterverbreitung ist honorarpflichtig. Die Speicherung in elektronischen Datenbanken ist nicht erlaubt.


