Hans Leu

Der Ausdruck publiziert das Geheimnis

Die religioesen Orden etc…  heutzutage in aller Welt – daran ist nicht zu zweifeln -, haben wunderbare Menschen hervorgebracht mit grossartigen Werken.  Die «Zeit der Orden» ist eine «Glanz-Zeit der Kirche».  Die «Welt der Orden» ist ein Zeugnis des kreativen Menschen, der das Menschsein zu einem evolutionaeren oeffentlichen Kunstwerk macht.
Geht diese Glanzzeit mit einem ersten Jesuiten-Papst nun den Weg ins Museum ? Muss die Kirche nun auf diese Vorbilder christlicher Spiritualitaet verzichten ?
Der bruehmte «Paradigma-Wechsel» ist angesagt; ein Quanten-Sprung wird erhofft; eine :Neu-Erfindung» steht an… ein Neuer Wein wird gekeltert, ein Neues Brot gebacken…Die Ordens-Spiritualitaet von morgen weist der Kirche den Weg in die Zukunft.

  1. Die neue Ordens-Spiritualitaet ueberwindet grundsaetzlich den Dualismus zwischen Gott und Mensch. Sie basiert auf der Vorstellung der Evolution und sieht Gott als «die personale Quelle aller kosmischen, natuerlichen, humanen Energie» (Das allheilige Geheimnis-Ereignis). Gott ist die Energie, die sich im Kunstwerk verausgibt. Kosmos, Natur und Mensch sind ein Ausdruck, der das Geheimnis Gott publiziert. Der Mensch gilt in jedem Fall als eigenartige Verkoerperung dieser goettlichen Energie, der sie auch eigen-gebildet ins Bewusstsein hebt und irgendwie in Gedanken, Worten und Werken zum Ausruck bringt. Die Kernenergie wird dann im Ausdruck erkannt, geachtet, geehrt.  Gott ist wie ein Kern, der im Kosmos, in der Natur, im Menschen sich aufloest (wie der Kaffee im Wasser) und weder geenstaendlich noch isliert existert.
    Der gott-gefaerbte Mensch, sei es durch positive oder negative Aus-Wirkung des Gottes-Lichtes, sei es durch Gott-Entzug oder durch angemessene Form-Gestaltung des Kern-Lichtes und seiner Beziehungen, stehen im Fokus der neuen Ordens-Spiritualitaet.
    Es heisst nun nicht mehr: «Gott allein» sondern «Gott in Allem».
  2. Die neue Ordens-Spiritualitaet kann fuer die junge Generation wie folgt formuliert werden.
    a) Reichtum teilen statt Armut loben.
    Der Reichtum, die Schoenheit von «Gott in Allem» wird geteilt. Ein Teilen, das die win-win-situation fuer moeglichst viele anvisiert. Ein Teilen, das ICH + WIR + ES gewinnbringend fur alle verausgabt.
    b) Das Zusammengehen im «planen, handeln und geniessen, wird zum Aktionsradius deklariert. Konfliktsloesungs-Management wird als normal eingestuft und die ICH-Wntcheidungen zur WIR-Entscheidung aufgehoben (erhebet die Herzen).
    c) Der Koerper wird zur Sprache animiert, die nun moeglichst viele ins Beziehungs-Netz einlaedt um mit- und fuereinander Mensch zu sein in den Herausforderungen und Gewaehrungen.  Diese Einladung wird spezifisch konkret gepraegt und zum Gruppenmerkmal stilisiert.
    Ich hoffe, dass alle zustaendigen Instanzen die Reform der Orden nun starten…
    Zur spirituellen Erheiterung verweise ich auf folgende Blog-Posts zu diesem Thema:
    Blog Vic  150116 – 02  Das «Gott-geweihte Leben» / schraeg gesehen…
    Blog Vic  150901 – 30  »Gott-geweihtes-Leben» in FRAGE gestellt   1 / 2 / 3 / 4
    Blog Vic 150909 – 33   «EHE oder Geluebde derKeuschheit ???
    Bolg Vic  151007 – 40   Ein verpasster Skandal:  600 + 22 + 1
    Blog Kath.ch  170207 – 05  »Gott allein sei Preis und Ehr»

 

Jennifer im APC / Lis
13. Februar 2017 | 10:47
von Hans Leu
Lesezeit : ca. 2  Min.
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