Konzilsblogteam

Der 1. August 1963 in der SKZ

Nicht nur heute, auch vor genau 50 Jahren erschien am 1. August 1963 eine Ausgabe der «Schweizerischen Kirchenzeitung» (SKZ). Der schweizerische Nationalfeiertag kam darin aber nicht vor, sondern es erschien ein Beitrag über «Das II. Vatikanische Konzil in orthodoxer Sicht» als Frontartikel. Darin wurde betont, dass zum ersten Mal protestantische und orthodoxe Beobachter an einem Konzil teilnahmen.  «Nach der Absicht der katholischen Kirche soll dieses Konzil im Sinne eines Appells an die ganze Menschheit ökumenisch wirken.» Die katholischen Bischöfe wollten das Leben der Kirche mit den Erfordernissen der Gegenwart in Einklang bringen, für ein Leben in Einfachheit sorgen und sich den Kleinen dieser Welt zuwenden: Anliegen also, die der heutige Bischof von Rom, Papst Franziskus, wieder aufgreift!
«Ganz besonders wurde die Aufmerksamkeit der Konzilsbeobachter durch die offizielle Tendenz der römisch-katholischen Kirche gefesselt, die Frage der Vereinigung der christlichen Kirchen als eine ‹Einigung der getrennten Brüder mit der Kirchen› anzusehen. Dies ist eine Position, die den modernen ökumenischen Bestrebungen nicht entspricht.»
Weiter wurde berichtet, dass der Arbeitsausschuss der Allchristlichen Friedenskonferenz, der kurz vor Konzilsbeginn in Moskau getagt hatte, das Konzil brieflich bat, «den Völkern, die ihre Gesellschaftsordnung auf der Basis einer klassenlosen Gleichberechtigung der Menschen aufbauen, mit Achtung und Wohlwollen zu begegnen. Es sei, hiess es in dem Schreiben, notwendig, «das zufällige doch verhängnisvolle Junktim zwischen dem Glauben an die Botschaft Jesu Christi und antisozialistischen bzw. antikommunistischen Tendenzen aufzulösen».
(ufw; SKZ 131[1963], Nr. 31, 1. August 1963, S. 421 f.)
 

1. August 2013 | 00:04
von Konzilsblogteam
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