Walter Ludin

Denkverbot

Diakoninnen
Während in andern Kirchen Priesterinnen und Bischöfinnen immer selbstverständlicher werden (s. Eintrag von gestern), darf in der katholischen Kirche nicht einmal über Diakoninnen nachgedacht werden. Dazu H. Kohlmaier:
Wie seit einiger Zeit bekannt, hat der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz Robert Zollitsch einen mehrjährigen Dialogprozess angekündigt. Dabei sollen wichtige Fragen, vor denen die Römisch-katholische Kirche heute steht, in allen Diözesen und einer möglichst offenen Form (»ohne Denkverbote») beraten werden. Einige als konservativ geltende Bischöfe haben aber bereits ihre Distanz erkennen lassen.Im Vorfeld hat nun das angesehene Zentralkomitee der deutschen Katholiken auf seiner Herbstvollversammlung mit großer Mehrheit eine Entschließung verabschiedet, in der die Öffnung des Diakonats für Frauen gefordert wird. Seien sie doch angesichts ihrer vielfältigen Leistungen für die Kirche längst unentbehrlich geworden, aber noch immer zu wenig in verantwortliche Aufgaben eingebunden. Daraufhin hat die Bischofskonferenz verlauten lassen, diese Forderung bedeute «eine erhebliche Belastung» für den innerkirchlichen Dialog. Ein solches Verlangen sei «mit den weltkirchlich verbindlichen Überzeugungen und Festlegungen nicht vereinbar». ————————————————–Wie kann das Kirchenvolk auf solche «Entwicklungen» reagieren? Dazu morgen mehr ..

23. November 2011 | 01:18
von Walter Ludin
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