Konzilsblogteam

«De libertate» nimmt in Beschlag

Yves Congar fliegt am Morgen dieses Tages von Basel nach Zürich und von dort nach Rom und nutzt die Reisezeit für das Studium von De libertate (Religionsfreiheit). Bei der Ankunft am Flughafen Fiumicino fällt er auf das (gesündere) linke Knie.
Kardinal Willebrands ist mit Bea an diesem Tag in Genf. Sie bringen dem Ökumenischen Rat die Antwort auf das Ersuchen, eine gemischte theologische Kommission einzurichten.
Die Arbeit Congars geht nach der Ankunft in Rom an De libertate geht weiter. Er hat den Eindruck, dass das Sekretariat für die Einheit der Christen zu optimistisch ist und die Opposition gegen De libertate unterschätzt hat, die nun geeint auftritt. Akzeptiert man die Argumentation der Gegner von De libertate, ist alles logisch. Aber diese Argumentationslinie ist gemäss Congar nicht mit dem geltenden Kirchenbild vereinbar. Um der rationalen Argumentation, die eher gegen die Religionsfreiheit gerichtet war, zu entgehen, schlägt Congar einen bibeltheologischen Abschnitt über die Freiheit aus heilsgeschichtlicher Sicht vor, was in der Sitzung der periti vom 19. Februar 1965 angenommen wird mit dem Auftrag an Congar, einen solchen Abschnitt mit Bibelspezialisten vorzubereiten.
(ufw; Co II, 329 f.; A IV, 630 f.)

18. Februar 2015 | 00:27
von Konzilsblogteam
Lesezeit : ca. 1  Min.
Teilen Sie diesen Artikel!