Das Privileg 30plus
Nun jähren sich dann zum 31.Mal die Jahrestage von Weihe und Berufsaufnahme. Vor einem Jahr war das eine mittel nervöse Sache, da Festlichkeiten samt Predigten und Reden anstanden. Das «year after», eben das 31., gibt Zeit zur Überlegung. Älter-Werden ist nicht nur eine gute Sache, da funktioniert im Körper nicht mehr alles in der Perfektion der Jugend, und ungeahnte Muskeln beginnen im kalten Winter zu zwicken.
Aber ein Privileg sehe und spüre ich doch: Nach so vielen Jahren, in denen ich wirklich fast alles getan und in unzähligen Gremien gearbeitet habe, alles was in der Kirche nur möglich ist, kommen nun die süssen Jahre, in denen ich vermehrt mit gutem Gewissen sagen darf: Das hatte ich schon, das tat ich schon, das kenne ich, aber nun interessiert es mich nicht mehr so, es muss nicht mehr sein, ich überlasse das sehr gerne Euch Spätergeborenen.
Die Rechte sämtlicher Texte sind beim Katholischen Medienzentrum. Jede Weiterverbreitung ist honorarpflichtig. Die Speicherung in elektronischen Datenbanken ist nicht erlaubt.


