Das Konzilstagebuch von Heinrich Tenhumberg (I): Der Autor
Heinrich Tenhumberg wurde am 4. Juni 1915 in Lünten im Bistum Münster geboren und empfing am 23. September 1939 die Priesterweihe. Seit seiner Studentenzeit war er mit der Schönstattbewegung verbunden, deren Gründer Joseph Kentenich, der die diktatorische Regierungsweise von Papst, römischer Kurie und Bischöfen kritisierte, gezwungen war, in den Jahren 1952 bis 1965 in der kirchlichen Verbannung zu leben.
1954 wurde Tenhumberg zum Domkapitular berufen, 1958 durch Papst Pius XII. zum Titularbischof von Tuburnica und Weihbischof von Münster ernannt, wo er zuerst Bischof Michael Keller und nach dessen Tod Bischof Joseph Höffner zur Seite stand.
Nachdem Bischof Höffner 1969 Titularerzbischof von Aquileia geworden und als Koadjutor von Kardinal Josef Frings nach Köln versetzt worden war, wählte das Domkapitel Weihbischof Tenhumberg zu dessen Nachfolger. Am 16. September 1979 starb er an einem Herzinfarkt, im Alter von nur 64 Jahren; sein Nachfolger wurde 1980 Reinhard Lettmann.
Heinrich Tenhumberg war einer der profiliertesten deutschen Bischöfe. Bischof Tenhumberg passte seine Diözese den nachkonziliaren Erfordernissen an und gliederte sie 1973 in Regionen, denen jeweils ein Weihbischof als Regionalbischof zugeteilt wurde. Sein Konzilstagebuch und die konzise Einleitung von Prof. Joachim Schmiedl geben dabei einen guten Einblick in das pastorale Denken und Wirken dieses eindrücklichen Konzilsbischofs, was in den kommenden Tagen im Konzilsblog weiter ausgefaltet wird.
(ufw; Heinrich Tenhumberg: Als Weihbischof auf dem Konzil. Tagebuchnotizen 1962–1965. Herausgegeben von Joachim Schmiedl. [Verlag Aschendorff] Münster 2015.)
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