Konzilsblogteam

Das Konzil beenden…

So liess sich eine der grossen Hoffnungen vor dem Beginn der dritten Konzilssession überschreiben. Die Konzilsarbeit zog sich nun schon lange hin und viele Teilnehmer hatten den Eindruck, dass man jetzt einen Abschluss finden sollte. Wenn «es einen roten Faden gibt, der sich durch die zeitgenössischen Tagebücher und die Berichte der Chronisten zieht, dann ist das in der Tat die Lustlosigkeit der Bischöfe in der Konzilsaula.»
Mitte September werden trotz dieser Lustlosigkeit von 3070 Teilnahmeberechtigten um die 2500 Konzilsteilnehmer in Rom erwartet. Damit wird für die dritte Konzilssession jedoch die niedrigste Teilnahmezahl aller Sessionen verzeichnet. «Von den Teilnehmern der dritten Sitzungsperiode kamen 39 Prozent aus Europa, 20 Prozent als Mittel- und Südamerika, 14 Prozent aus Nordamerika, 12,5 Prozent aus Asien, 12 Prozent aus Afrika und 2,5 Prozent aus Ozeanien.» Dass sich die katholische Kirche auf und nach dem Konzil mehr und mehr als Weltkirche zu begreifen lernte, drückt sich nicht zuletzt in diesen Zahlen aus. Umso bemerkenswerter ist aber auch, dass der inhaltliche Einfluss auf das Konzil und die dominierenden Personen noch immer zum allergrössten Teil aus Europa kam.
(ab; A4, 5, 11-12)
 

17. August 2014 | 00:04
von Konzilsblogteam
Lesezeit : ca. 1  Min.
Teilen Sie diesen Artikel!