Das fromme Gesäusel aus Chur und die Wirklichkeit; oder: die Doppelzüngigkeit des G. Gracia
Er tönt gut, der Friedensaufruf aus Chur. Wer wollte ihn nicht zu Herzen nehmen?
«Der Bischof bittet alle Menschen guten Willens, für Frieden und Versöhnung in der Kirche einzustehen. Er dankt allen, welche sich in diesen Tagen mit Gebeten, eucharistischer Anbetung sowie guten Werken und der andächtigen Mitfeier der Eucharistie in den Dienst an der Einheit in der Wahrheit des Evangeliums stellen.»
So weit die schönen bischöflichen Worte, verbreitet von His Masters Voice G. Gracia. Dieser Mann sagte mir und einem Priesterkollegen am Rande der Churer Wallfahrt vor gut einem Jahr, wir sollten doch protestantisch werden; nicht nur wir beide, sondern alle – er zeigte auf die Menge von etwa 600 Gläubigen, darunter viele altgediente Priester, die immer noch fast bis zum Umfallen für die Kirche arbeiten. Wir seien eh schon protestantisch, weil wir das Lehramt ablehnen.
Sieht so die Versöhnung aus, die Chur anpeilt?
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