Das fehlte in Yad Vaschem
Benedikt soeben beim Besuch in der Römer Synagoge:
«Wie könnte ich hier nicht an die römischen Juden erinnern, die aus diesen Häusern gerissen und grausam in Auschwitz ermordet wurden? Wie könnte man ihre Gesichter, ihre Namen, die Tränen, all die Verzweiflung vergessen? Die Vernichtung des Volkes des mosaischen Bundes, zuerst nur angedroht, dann im Europa unter der Nazi-Herrschaft systematisch geplant und durchgeführt, erreichte in jenen Tagen tragischerweise auch Rom. Leider blieben viele gleichgültig – aber viele, auch unter Italiens Katholiken, haben, angetrieben vom Glauben und von der christlichen Lehre, doch mutig reagiert und die Arme geöffnet, um Juden zu helfen, wobei sie oft ihr eigenes Leben riskiert haben. Sie verdienen ein ewiges Gedächtnis. Auch der Heilige Stuhl leistete damals ein Werk der Hilfe, oft verborgen und diskret.»
Das ist nun doch differenzierter als damals im Frühsommer. Insbesondere wird Pius XII. so in seiner bis heute unterschiedlich interpretierten Zerrissenheit und nicht in blosser glorioser Selig- und Heiligkeit dargestellt und dies vom Nach-Nach-Nach-Nach-Nachfolger.
Meine Skrupel, ob ich wirklich für den Chef öffentlich in der Liturgie beten soll/darf/muss, lassen weiter nach.
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