Heinz Angehrn

D 956 !

Das Wunder, «mein» Wunder», begab sich am Abend des 17.März tief in der Provinz der Tonhalle St.Gallen im Rahmen eines stinknormalen Abo-Abends, dem fünften des diesjährigen Meisterzyklus, der Kammermusik-Reihe in St.Gallen. Noch vorletzte Saison vernahmen wir aus kompetentem Munde, dass dieses Abo mangels Interesse gefährdet sei. Diese Saison aber stellen wir einen rasanten Steilflug in Sachen Publikumsinteresse fest. Das ist auch der umsichtigen Planung zu verdanken, die in nur einer Saison Daniel Behle, das Oliver Schnyder Trio, Gabriela Montero, das Belcea Quartett, Sol Gabetta, Alexej Volodin und Pieter Wispelwey nach St.Gallen brachte.
Das Wunder, von dem zu berichten ist, schenkten uns im letzten Werk der Abo-Reihe der holländische Cellist Pieter Wispelwey und das belgische Quartett Quatuor Danel. Nach Bachs endlosen mathematischen Übungen in der Solo-Suite BWV 1011 und Mendelssohns überraschend modernen Rythmen im Quartett Nr.6 f-moll stand nämlich nach der Pause D 956 an. Und wie!

20. März 2016 | 06:02
von Heinz Angehrn
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