Conclusio Habermas/Ratzinger
Man gestatte mir (da ich der Redaktionskommissionsmensch ohne akademisch befriedigenden Abschluss bin), die Sache ohne grosses Zitieren auf die springenden Punkte zu bringen (in der Meinung, die Herren verstanden zu haben):
Wir leben heute im Westen, nachdem der notwendigen Phase der Aufklärung im 19.Jh. die industrielle Revolution und im 20.Jh. die globalisierte Gesellschaft und in deren Gefolge der Wahn des ökonomische Egoismus gefolgt sind, in einer «rücksichtlos modernisierten Gesellschaft».
Das muss jeder Religion, die auf ewigen Wahrheiten und ethischen Grundwerten beruht, zu denken geben. Und sie ist gerufen, Widerstand zu leisten und gegen die Beliebigkeiten von Markt und Medienwelt sachlich und philosophisch-logisch begründet anzugehen.
Diesen Diskurs mit der Welt kann aber nur die Religion leisten, die den ersten Schritt, den der Aufklärung und damit der Zustimmung zur Religionsfreiheit ebenfalls gemacht hat. Nur wer die Pathologien von Alleinigkeitsanspruch und Fundamentalismus abgeworfen hat, taugt.
Andere Religion ist nicht nur wert- und nutzlos, sondern schlechthin gefährlich.
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