Heinz Angehrn

Conclusio 2 ausserhalb von «tlpac»

Die Fürbitten der Bischöfe in Einsiedeln wären dementsprechend noch zu ergänzen um eine mehrfache Entschuldigung:
Wir entschuldigen uns bei allen Mitbrüdern im Priesteramt dafür, dass wir und die von uns beauftragten Verantwortlichen sie als junge Studenten willentlich im Unklaren über die emotionalen und psychischen Folgen des Entscheids zum Pflichtzölibat gelassen und statt dessen in verherrlichender Weise vom Gelingen eines Lebens nach den drei evangelischen Räten gesprochen haben.
Wir entschuldigen uns bei den Mitbrüdern im Priesteramt, die nachdem sie so ehrlich waren, uns und die Öffentlichkeit über das Scheitern ihres Lebensentwurfs im Pflichtzölibat zu informieren, von uns und höheren Instanzen gemassregelt, ausgegrenzt und an ihrer Tätigkeit als Priester gehindert wurden.
Wir entschuldigen uns bei den Mitbrüdern im Priesteramt, die wir allein gelassen hatten und haben, nachdem uns Anzeichen von Alkoholismus, Isolierung, sozialer Verwahrlosung und Übergriffen gegenüber Drittpersonen mitgeteilt wurden, insbesondere auch bei denjenigen, die deswegen später strafrechtliche Konsequenzen zu tragen hatten.
Wir entschuldigen uns bei den Mitbrüdern im Priesteramt, die um der Liebe zur Botschaft Jesu und zum kirchlichen Dienst willen gezwungen waren und sind, über Jahrzehnte ein Doppelleben zu führen, die, deren Partnerinnen Haushälterinnen sein müssen, die, denen es verboten ist, zwei Namen an eine Haustür zu schreiben.
… fortzuführen …

24. Juni 2010 | 14:19
von Heinz Angehrn
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